Einkauf und Vergabe

Einkauf und Vergabe

NAME Martha Zimmermann
POSITION Sachbearbeiterin Vorprüfung und Einkaufsstrategie
BEI SBH seit 2017

NAME Miriam Simon
POSITION Referentin Einkauf und Vergabe
BEI SBH seit 2018

Für Nichteingeweihte versteckt sich das Vergaberecht hinter lauter Kürzeln: GWB, VgV, VOB, UVgO, HmbVgG. Es gibt Vergaberegeln auf EU-Ebene, Regeln des Bundes und der Länder. »Vergaberecht ist ein komplexes Thema. Das muss man mögen«, lacht Martha Zimmermann.

Bei Leistungen mit Schätzkosten ab 10.000 Euro kommt die Abteilung Einkauf und Vergabe ins Spiel. Gleichgültig, ob eine Planungs- oder Bauleistung, eine Liefer- oder Dienstleistung eingekauft werden soll. Martha Zimmermann stellt sicher, dass Ausschreibungsunterlagen den einschlägigen Regeln entsprechen, prüft, ob diese bedarfs- und marktgerecht sind und ob vereinbarte Fristen wie geplant eingehalten werden können.

Schnittstelle zwischen Fachabteilung und Bietern

Für eingehende Angebote gelte das Prüfgebot natürlich genauso, ergänzt ihre Kollegin Miriam Simon. »Wir sind die Schnittstelle zwischen den Fachabteilungen und den Bietern und übernehmen auch die gesamte Kommunikation im Vergabeprozess«, erläutert Simon.

Ein noch vergleichsweise junger Meilenstein in Sachen Transparenz ist die elektronische Vergabe über ein Webportal, kurz eVergabe. Seit Oktober 2018 laufen alle EU-Vergaben und alle öffentlichen Ausschreibungen mit unbeschränktem Bieterkreis verpflichtend über die Plattform. Martha Zimmermann hat das Projekt als beratende Expertin begleitet. Auf das Ergebnis ist sie stolz. »Wir haben inzwischen gut 600 Verfahren über die eVergabe laufen lassen. Und es ist kein nennenswerter Unterschied im Angebotsverhalten zu merken.«

67 Einzelverträge, ein gemeinsamer Rahmen

Miriam Simons Baustelle in den zurückliegenden Monaten: der sogenannte TA-Pool, ein Rahmenvertrag mit 67 Einzelverträgen für Ingenieurleistungen aus dem Bereich Technische Anlagen. »Das erleichtert und beschleunigt die Arbeit unserer Fachabteilungen und Regionen. Der Vertrag verkürzt die Verfahrenszeit, wenn irgendwo ein TA-Fachplaner gebraucht wird, und es schafft für die beteiligten Planungsbüros mehr Verlässlichkeit und Klarheit«, erläutert Simon.

Am stärksten profitierten am Ende die Nutzerinnen und Nutzer. Schließlich gehe es darum, Schritt zu halten – sowohl bei Instandhaltung als auch bei neuen Anforderungen. Und das gelinge nun erheblich effizienter.