Energiemanagement

Energiemanagement

NAME Christian Scherer
POSITION Ingenieur im Energiemanagement
BEI SBH seit 2014

NAME Heiko Pecyna
POSITION Technischer Sachbearbeiter im Energiemanagement
BEI SBH seit 2014

Heiko Pecyna arbeitet oft in Kellern, staubigen Kriechgängen, halb vergessenen Archiven. Sein Job: Betriebskostenoptimierung. »Eine echte Sisyphusarbeit «, so Teamleiter Christian Scherer. »Wir haben rund 80 Schulstandorte mit auffällig erhöhten Betriebskosten zusammengefasst«, erklärt Pecyna.

Wie Sherlock Holmes unterwegs

Das Ziel: Steigerung der Wärmeeffizienz. Die Herausforderung: Anlagen-Archäologie. Pecyna hat es mit Schulen zu tun, bei denen Gebäude und Technik immer wieder umgebaut oder erweitert wurden und die oft auch den einen oder anderen Betriebspersonalwechsel erlebt haben. »Welches Gebäude gehört zu welchem Heizkreis, wo wurde gekoppelt, was ist separat zu steuern? Die Dokumentation zu ergänzen oder überhaupt erst aufzubauen, Sollwerte zu ermitteln und im Praxisbetrieb gegenzuchecken, ist unglaublich zeitintensiv.«

Trotzdem sei an den Projektstandorten nach zwei Jahren im Durchschnitt eine Betriebskostenersparnis »zwischen fünf und zehn Prozent erreicht« – allein durch Steuerungsoptimierungen.

Initiative für klimafreundlichen Schulbetrieb

Das Projekt ist nur eine von vielen Aufgaben des Energiemanagements. Hier laufen schulbauweit alle Stränge in Sachen Energieverbräuche, -kosten und -daten zusammen. »Wir sind Ansprechpartner, sobald ein Gebäudebauteil oder ein Gewerk mit Energieverbrauch zu tun hat«, erklärt Scherer. Auch die Initiative »Energie hoch 4« wird hier betreut. Sie will einen ressourcenschonenden Schulalltag in den Köpfen verankern. Für erzielte Einsparungen oder engagierte Umweltarbeit erhalten die Schulen Prämien.

Als zentraler Ansprechpartner habe das Energiemanagement heute »in den Projekten einen guten Einfluss. Oft nehmen wir eine Art Vermittlerrolle zwischen Bau- und Objektmanagement ein. In diesen Runden ist dann jeder gewillt, über seinen Tellerrand zu gucken, um Lösungen zu finden, die für alle gut sind.«

Künftig möchte der Ingenieur evaluieren, wie sich nach Übergabe und Inbetriebnahme die sprichwörtlichen Kinderkrankheiten vermeiden lassen. »Was lässt sich verbessern und wie leiten wir daraus bessere Standards für die Zukunft ab.«