Pressekonferenz zum Thema Schulbau

Bildungssenator Ties Rabe, Finanzsenator und SBH-Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Andreas Dressel und Mandy Herrmann, Gesch?ftsf?hrerin von SBH | Schulbau Hamburg und GMH | Geb?udemanagement Hamburg, stellten am Montag, 29. April 2019 aktuelle Entwicklungen rund um den Schulbau vor.

pressekonferenz schulbau

Pressemitteilung, 29. April 2019

Hamburg hat sein Schulbauprogramm auch im Jahr 2018 erfolgreich fortgesetzt. Insgesamt wurden rund 395 Millionen Euro investiert. 316 Millionen Euro flossen in Sanierung und Neubau, 79 Millionen Euro wurden f?r Instandhaltungsma?nahmen aufgewendet. Von den Mitteln f?r Sanierung und Neubau gingen 241 Millionen Euro an Bauprojekte der allgemeinbildenden Schulen und 75 Millionen Euro an die berufsbildenden Schulen. 169 fertiggestellte Bauprojekte konnten an die Schulen ?bergeben werden. Seit 2011 wurden somit insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro in den Bau, die Sanierung und die Instandhaltung der Hamburger Schulgeb?ude investiert.

Bildungssenator Ties Rabe: ?Hamburg kann mit Recht stolz auf sein Schulbauprogramm sein. Fast 3 Milliarden Euro haben wir seit 2011 in den Schulbau gesteckt. Damit haben wir erfolgreich auf die in den letzten acht Jahren stark gewachsene Sch?lerzahl reagiert. Die Sch?lerzahl wird in den n?chsten zehn Jahren aber um weitere 25 Prozent steigen. Mit der Aussicht auf rund 45.000 Sch?ler mehr bis zum Jahr 2030 werden wir auch weiterhin auf den Schulbau setzen und an den gesetzlich festgeschriebenen kleinen Klassen festhalten. In den n?chsten zehn Jahren werden wir deswegen in Hamburg mehr als 30 neue staatliche Schulen bauen und zudem viele Schulen sanieren, modernisieren und vergr??ern. Daf?r wird der Senat in den kommenden Jahren voraussichtlich mehr als vier Milliarden Euro investieren.?

Finanzsenator und SBH-Verwaltungsratsvorsitzender Dr. Andreas Dressel: ?Der Schulbau in Hamburg kommt weiter mit gro?en Schritten voran, die Bilanz des vergangenen Jahres macht das eindrucksvoll deutlich. Wir haben seit 2011 schon viel erreicht und mit unserem Bauprogramm bundesweit Ma?st?be gesetzt, aber wir sind noch nicht fertig ? wir werden unsere Anstrengungen auch in den kommenden Jahren auf hohem Niveau fortsetzen. Mit den Kolleginnen und Kollegen bei SBH und GMH haben wir daf?r ein leistungsstarkes Team, um die zahlreichen Projekte weiter so erfolgreich zu realisieren. Von der deutlich verbesserten Schulinfrastruktur profitieren neben den Sch?lerinnen und Sch?lern und Lehrkr?ften auch die zahllosen Hamburger Vereine, die die vielen frisch sanierten Sportanlagen kostenfrei mitnutzen k?nnen. 215 Millionen Euro haben wir seit 2011 in diesem Bereich investiert, 45 Sporthallen wurden bisher saniert beziehungsweise neu gebaut. J?ngstes Beispiel ist der 5,5 Millionen Euro teure Neubau einer barrierefreien Dreifeldhalle an der Stadtteilschule Horn. Dieses Ausbauprogramm setzen wir auch in den kommenden Jahren konsequent fort: Allein bis 2022 werden weitere 57 Sporthallen in Hamburg erweitert oder neu gebaut. Mit dem neuen Nutzerbeirat Schulsportanlagen, der am 9. Mai erstmals seine Arbeit aufnimmt, st?rken wir zudem den engen kommunikativen Austausch zwischen der Stadt und den Vereinen und Verb?nden.?

Mandy Herrmann, Gesch?ftsf?hrerin von SBH | Schulbau Hamburg und GMH | Geb?udemanagement Hamburg GmbH: ?Im Baugewerbe ist der Markt nahezu ges?ttigt und die Nachfrage nach Handwerkerleistungen extrem hoch. Als Dienstleister f?r den Schulbau unternehmen wir jegliche Anstrengungen, um eine ad?quate Marktakzeptanz zu erreichen. 2018 haben wir noch mehr Projekte fertiggestellt als im Vorjahr, was uns als zuverl?ssigen und nachhaltigen Partner im Baugesch?ft auszeichnet.?

Insgesamt hat Hamburg im vergangenen Jahr rund 395 Millionen Euro f?r den Neubau, die Sanierung und die Instandhaltung von Schulgeb?uden eingesetzt (2017: 476 Millionen Euro). Der R?ckgang basiert vor allem auf dem Auslaufen des Investitionsprogramms des privaten Schulbaudienstleisters HEOS Berufsschulen Hamburg. Dieser hatte 2012 den Auftrag f?r Neubau- und Sanierungsma?nahmen an einigen Berufsbildenden Schulen erhalten, der nun nahezu abgeschlossen ist. Zudem steht die Fertigstellung einiger Gro?projekte planm??ig f?r das Jahr 2019 an. Die Zahl der fertiggestellten Projekte bleibt in Summe aber stabil: Insgesamt wurden mit 169 fertiggestellten Bauprojekten sogar etwas mehr an die Schulen ?bergeben als 2017 (165 Projekte).

Bei den allgemeinbildenden Schulen wurden seit 2011 Bauprojekte in einem Gesamtwert von 2,22 Milliarden Euro realisiert. F?r die beruflichen Schulen wurden im selben Zeitraum 663 Millionen Euro investiert, so dass Hamburg in den letzten acht Jahren insgesamt rund 2,9 Milliarden Euro in den Schulbau investiert hat. Bereits eingel?st hat der Senat damit auch sein Versprechen aus dem Jahr 2012, zwischen 2013 und 2018 rund zwei Milliarden Euro in den Schulbau zu investieren (Drucksache 20/5317).

Dabei wurden rund 564.000 Quadratmeter Geb?udefl?che in einen guten bzw. sehr guten Zustand gebracht, das entspricht mehr als 7.000 neuen bzw. sanierten Wohnungen mit je 80 Quadratmetern Gr??e. Der durchschnittliche Geb?udezustand hat sich in diesem Zeitraum um eine Schulnote von 3,5 auf 2,9 verbessert.

Betrachtet man die Investitionen in den Hamburger Schulbau seit der Jahrtausendwende, so wurden zwischen 2000 und 2010 im Schnitt j?hrlich rund 155 Millionen Euro investiert. Seit 2011 wurden im Schnitt rund 360 Millionen Euro investiert. Im Vergleich zur 1. Dekade der 2000er Jahre wurden die Investitionen in den Schulbau mehr als verdoppelt. Damit wurden nicht nur der erhebliche Sanierungsstau ?berwunden und zahlreiche Zubauten realisiert, sondern auch die Qualit?t der Hamburger Schulgeb?ude erheblich gesteigert.

Wurden in den 1990er Jahren noch Klassenr?ume in der Gr??e zwischen 50 und 60 Quadratmetern gebaut, so werden mittlerweile f?r jeden neuen Klassenraum 84 Quadratmeter Raumfl?che eingeplant. Bei der Umsetzung haben die Schulen erhebliche Mitsprachem?glichkeiten. So entscheidet die Schulgemeinschaft, wie die ermittelten Raumfl?chen auf verschiedene R?ume aufgeteilt werden. Die meisten Schulen entscheiden sich beispielsweise daf?r, Klassenr?ume rund 70 Quadratmeter gro? zu bauen und daf?r f?r jeden Klassenraum einen weiteren Differenzierungsraum mit rund 14 Quadratmetern zu bestellen.

Die verbesserte Schulbauqualit?t findet gro?e Anerkennung: In jedem Jahr erhalten Schulneubauten in Hamburg Architekturpreise. Ausgezeichnet wurden beispielsweise in der Vergangenheit die Grundschulen Buckhorn und Rothenh?user Damm, die Gymnasien Alstertal, Eppendorf und Hoheluft sowie die Stadtteilschulen Ilse-L?wenstein und Gyula Trebitsch.

245 neue Schulkantinen seit 2011

Seit 2011 wurden insgesamt 245 Schulen mit neuen Kantinen ausgestattet, damit ist das ehrgeizige Bauprogramm mit dem Ziel einer fl?chendeckenden K?chenversorgung auf der Zielgeraden. Allein in den Jahren 2013 und 2014 wurden 116 Kantinenbauten fertiggestellt. 2018 haben noch 13 Schulen neue Kantinen erhalten, davon sieben Grundschulen, ein Gymnasium, zwei Stadtteilschulen und drei berufsbildende Schulen. Insgesamt 40 Bauprojekte stehen in den kommenden Jahren noch aus. Eine Essensversorgung gibt es aber grunds?tzlich an allen Schulen.

215 Millionen Euro f?r Schulsporthallen

Im Zuge des Schulbauprogramms werden auch Hamburgs Schulsporthallen ausgebaut. Zwischen 2011 und 2018 wurden rund 215 Millionen Euro in den Bau und die Sanierung der Hamburger Schulsporthallen investiert, weitere 200 Millionen Euro werden bis 2023 folgen. Insgesamt werden den Hamburgern dann rund 600 Schulsporthallen (aktuell: 564 Schulsporthallen) zur Verf?gung stehen, denn: Fast alle Schulsporthallen k?nnen kostenfrei vom Vereinssport mitgenutzt werden. Der Ausbau der Schulsporthallen geht unvermindert weiter: Bis 2018 wurden insgesamt 45 Sporthallen mit 77 Feldern zu- oder ersatzgebaut. In der Zeit bis 2022 werden weitere 57 Hallen mit 81 Feldern als Zu- oder Ersatzbau entstehen. Im gleichen Zeitraum werden weitere 76 Hallen mit 90 Feldern saniert. Zudem beginnt in diesem Sommer ein Pilotprojekt, um die Mitnutzung der Schulsporthallen durch die Vereine weiter zu optimieren. Um die Kooperation und Kommunikation rund um die Nutzung von schulischen Sportanlagen weiter zu st?rken, setzen die Finanz- und Sportbeh?rde gemeinsam mit SBH | Schulbau Hamburg einen ?Nutzerbeirat Schulsportanlagen? ein. Unter Vorsitz des Finanzsenators sowie des Sportstaatsrates bringt das Gremium Vertreterinnen und Vertreter des Hamburger Sportbundes (HSB), der Vereine, des Landessportamtes sowie der Bezirke zusammen. In den kommenden Wochen wird der neue ?Nutzerbeirat Schulsportanlagen? seine Arbeit aufnehmen und am 9. Mai das erste Mal tagen.

Kostenstabiles Bauen mit ausgezeichneter Architektur

Die im Schulbau t?tigen Dienstleister SBH | Schulbau Hamburg, GMH | Geb?udemanagement Hamburg GmbH und HEOS Berufsschulen Hamburg GmbH & Co. KG sind dabei nach dem geltenden Mieter-Vermieter-Modell verpflichtet, alle Neubau-, Sanierungs- und Bewirtschaftungsleistungen zu einem festgelegten Festpreis anzubieten. Dieses Verfahren garantiert kostenstabiles Bauen und eine hohe Planungssicherheit im Haushalt.

Dass kostenstabiles Bauen sch?ne Geb?ude hervorbringen kann, zeigen die zahlreichen Auszeichnungen und W?rdigungen, die Hamburger Schulbauten in den vergangenen Jahren erhalten haben. So wurden speziell im Jahr 2018 Neubauten an der Gyula-Trebitsch-Schule, der Grundschule Max-Eichholz-Ring und der Gelehrtenschule des Johanneums beim BDA Hamburg Architekturpreis (Bund Deutscher Architektinnen und Architekten) ber?cksichtigt. Die Grundinstandsetzung des Gymnasiums Alstertal sowie die Energetische Sanierung des Gymnasiums Christianeum wurden dar?ber hinaus beim Preis f?r Denkmalpflege 2018 der Patriotischen Gesellschaft gew?rdigt.

Im Jahr 2018 fertiggestellte Bauprojekte (Auswahl):

  • Neubau der Lessing-Stadtteilschule und Erweiterung sowie Sanierung des Alexander-von-Humboldt-Gymnasiums, Wilsdorf (44,9 Mio. Euro)
  • Neubau der Beruflichen Schule City Nord BS28, Winterhude 31 Mio. Euro)
  • Neubau f?r die Stadtteilschule Altrahlstedt, Rahlstedt (6,1 Mio. Euro)
  • Neubau von Unterrichtsr?umen f?r die Max-Brauer-Schule, Altona (4,5 Mio. Euro)
  • Neubau f?r das Gymnasium Lohbr?gge, Bergedorf (2. Bauabschnitt, 8,3 Mio. Euro)
  • Gro?e Projekte im Bau:
  • Neubau der Stadtteilschule Lurup zur sechsz?gigen Sekundarstufe I (fertig 2020, 37,3 Mio. Euro)
  • Neubau der Stadtteilschule am See auf dem Campus Steilshoop (fertig 2019, 30 Mio. Euro)
  • Neubau der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule, Altona (fertig 2022, 38,5 Mio. Euro)
  • Gesamt?berplanung mit Neubau der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg (3. Bauabschnitt), Bergedorf (fertig 2021, 22,2 Mio. Euro)
  • Neubau der Stadtteilschule Lohbr?gge (3. Bauabschnitt, fertig 2020, 14 Mio. Euro)
  • Neubau von Sporthalle und Klassenr?umen f?r das Wilhelm-Gymnasium, Harvestehude (fertig 2021, 16,4 Mio. Euro)
  • Neu- und Umbau der Beruflichen Schule BS 13, Wilhelmsburg (fertig 2019, 24,8 Mio. Euro)
  • Neubau der Grundschule am Baakenhafen, HafenCity (fertig 2021, 20,5 Mio. Euro)
  • Erweiterung der Grundschule St?benhofer Weg, Wilhelmsburg (fertig 2020, 16,1 Mio. Euro)
  • Neubau des Hauptgeb?udes der Erich-K?stner-Schule, Wandsbek (fertig 2019, 13,8 Mio. Euro)